Ergon ist griechisch und bedeutet "Werk" oder "Tat"
Wir als Ergotherapeutinnnen und Ergotherapeuten unterstützen die Fähigkeiten zur aktiven Teilnahme am Alltag. Dabei stehen die Bereiche Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit im Mittelpunkt. Wir arbeiten klientenzentriert und arbeits- und betätigungsorientiert. Das bedeutet, dass der Mensch befähigt werden soll, sinnvolle Tätigkeiten und Handlungen auszuführen, die für ihn persönlich bedeutsam sind.
Für Kinder steht das Spiel und der Umgang mit Anderen im Vordergrund. Sie lernen durch den Austausch mit der Umwelt und der Erfahrung mit Materialien.
Für Erwachsene stehen Alltagstätigkeiten wie Anziehen, Waschen oder Kochen (Selbstversorgung) genauso wie die Teilhabe am gesellschaftlichen (Freizeit) oder beruflichen Leben (Produktivität) im Vordergrund.
Spiel ist die Arbeit des Kindes, wusste schon Maria Montessori. Kinder lernen im Spiel alle wichtigen Kompetenzen: Kompromisse machen, mit Frust umgehen, Umgang mit Materialien wie Schwere und Stift oder grob- und feinmotorische Fähigkeiten.
Selbstversorgung umfasst alltägliche Aktivitäten wie z.B. Waschen, Kochen oder Anziehen. Diese grundlegenden Fähigkeiten sind essentiell für die Unabhängigkeit und das Selbstwertgefühl einer Person.
Motorische Defizite führen häufig dazu, dass Tätigkeiten nicht mehr in adäquater Weise ausgeführt werden können. So kann eine Armhebe-Schwäche dazu führen, dass die Körperhygiene schwer fällt oder Gegenstände in größerer Höhe, beispielsweise im Küchenschrank, nicht mehr erreicht werden können. Selbstversorgung als Grundlage des Tätig-seins in der Therapie ermöglicht den Patienten, ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen, was zu einer gesteigerten Lebensqualität führt.
Arbeit ist ein essenzieller Bestandteil unseres täglichen Lebens, der uns Struktur verleiht und unseren Alltag organisiert. Das Aufstehen am Morgen, die pünktliche Anwesenheit, die Integration in ein Team sowie die Lösung von Problemen sind nur einige der Aspekte, die mit einer beruflichen Tätigkeit einhergehen, abgesehen von der finanziellen Anerkennung in Form des Gehalts. Bei Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit oder dem Eintritt in den Ruhestand entfällt dieser wichtige Faktor und wir sind gezwungen, uns eine neue Tagesstruktur anzueignen.
Hobbies sind wichtig, um unsere körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu erhalten und unseren Alltag sinnvoll zu gestalten. Wenn Einschränkungen auftreten, können wertvolle Kompetenzen verloren gehen. So können beispielsweise Schmerzen in den Fingern das Stricken unmöglich machen, was zur Folge haben könnte, dass gesellschaftliche Verpflichtungen nicht mehr in vollem Umfang erfüllt werden können und somit sowohl Aufgaben als auch die damit verbundene Wertschätzung verloren gehen können.
Der Austausch mit Anderen ist essentiell für unser seelisches und körperliches Wohlbefinden. Deshalb ist die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in jedem Alter wichtig. Das beugt Einsamkeit vor. Wussten Sie, dass Einsamkeit das Risiko für Demenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht und das Schmerzempfinden ändern kann, was wiederum Auswirkungen auf die Gehirnstruktur hat?
© Claudia Petre. Alle Rechte vorbehalten.
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